Target Danny Lauby Steeldarts

Target – Danny Lauby – Steeldart

In diesem Review stellen wir euch die Target Danny Lauby Steeldarts vor. Die Darts haben einen relativ schwachen Grip, ein schön langes Barrel und eine mehrfarbige Optik.

Qualität & Verarbeitung

Die Qualität der Target Danny Lauby Steeldarts ist, typisch Target, wirklich gut. Die Barrels bestehen wie die meisten der Spielerdarts aus 90 Prozent Tungsten und sind super verarbeitet. Erhältlich sind die Darts in 22 Gramm und 24 Gramm Barrelgewicht, wobei durch Shafts und Flights je Dart nochmal ca. 2 Gramm hinzu kommen. Die Länge ist bei beiden Gewichtsvarianten mit je 54,25 Millimeter gleich lang. Der Unterschied liegt hier im Barreldurchmesser. Dieser ist bei der 22 Gramm Variante 6,30 Millimeter und bei der 24 Gramm Variante 6,40 Millimeter. Für unseren Test haben wir die 22 Gramm schweren Barrels gewählt.

Als Spitzen kommen in den Target Danny Lauby Steeldarts silberne Standardspitzen zum Einsatz. Diese Spitzen sind sehr glatt und haben den Nachteil, das sie vor allem bei härteren Boards wieder aus dem Sisal rutschen können. Dies ist beim Steeldarts besonders ärgerlich, da ja nur im Board steckende Darts Punkte zählen. Abhilfe kann man hier schaffen in dem man entweder die Spitzen mit einem Schleifstein anschleift oder aber gegen spezielle Spitzen mit Boardgrip auswechselt. Die Front der Barrels ist auf eine Länge von ca. 2,00 Millimeter abgerundet, um einen angenehmen Übergang zwischen Spitze und Barrel zu schaffen. Durch diese Abrundung lassen sich die Danny Lauby Steeldarts auch super gruppieren, da die Darts bei engem Spiel gut aneinander entlang gleiten können. In der vorderen Fläche der Front wurden bei der ersten Rille die eingearbeitet ist zusätzlich noch Pixel eingearbeitet. Diese sind griptechnisch allerdings leider kaum merkbar. Anschließend folgt die erste Gripfläche, die aus einem breiten und recht abgerundeten Ringgrip besteht. Optisch erinnert uns diese Gripart an die Target Tony O’Shea Gen2 Steeldarts, allerdings sind die Ringe bei den Danny Lauby Steeldarts merkbar flacher und dadurch auch nicht ganz so intensiv zu spüren. In den ersten 4 Ringen wurden zusätzlich noch versetzte Axialrillen eingearbeitet. Diese sorgen in unseren Augen für minimal mehr Grip als ohne Axialrillen. Die erste Gripfläche hat eine Länge von insgesamt ca. 26,40 Millimeter und hat 10 je ca. 2,00 Millimeter breite Ringe eingearbeitet. Farblich wurde die Front mit der ersten Gripfläche in Silber gehalten.

Lediglich in der Rille zwischen dem 5 und 6 Ring wurde die Innenseite mit einer roten Beschichtung versehen. Im Anschluss an die vordere Gripfläche folgt nach einer ca. 5,90 Millimeter langen und glatten Unterbrechung die zweite Gripfläche. Auf dieser Unterbrechung ist auch das Logo von Target zu finden. Die zweite Gripfläche besteht auch aus einem Ringgrip. Allerdings sind die Ringe hier nur ca. 1,70 Millimeter breit und an der Oberfläche nicht abgerundet sondern glatt. Dadurch fühlt sich die zweite Gripfläche in unseren Augen etwas griffiger an als die Erste. Insgesamt wurden hier 6 dieser Ringe eingearbeitet. Farblich ist die zweite Gripzone inklusive der Logofläche komplett in einem schönen dunklen Anthrazit gehalten. Lediglich die erste, die vierte und die siebte Rille wurden hier mit der roten Beschichtung versehen. Dadurch ergibt sich unserer Meinung nach eine tolle Optik der Darts. Die letzten ca. 2,00 Millimeter verlaufen in Richtung Shafts konisch dünner werdend, um so einen besseren Übergang zwischen Barrel und Shaft zu ermöglichen. Die Gewinde der Shaftaufnahmen sind, typisch Target, sehr gut gearbeitet und bieten den Shafts einen guten Halt in den Barrels. Bei unserem Test hat sich nur zwei mal ein Shaft gelockert.

Als Barrelgewicht gibt Target die Danny Lauby Steeldarts mit 23 Gramm und einem +/- 0,05 Gramm Match Weighed an. Die von uns gewogenen Gewichte betragen beim ersten und beim zweiten Barrel je 22,26 Gramm und beim dritten Barrel 22,27 Gramm. Somit ergibt sich ein maximaler Gewichtsunterschied von nur 0,01 Gramm und die angegebenen Match Weighed Kriterien werden nahezu perfekt eingehalten. Dieses Ergebnis zeugt auch von der super Qualität und Verarbeitung der Target Danny Lauby Steeldarts.

Im Lieferumfang der Target Danny Lauby Steeldarts sind neben den drei Barrels noch drei schwarze Pro Grip Shafts sowie drei Flights im Danny Lauby Design in der Standardform. Alles zusammen kommt mit der bekannten, lebenslangen Barrelgarantie von Target in der target-typischen Kartonverpackung mit Schaumstoffinlet mit Danny Lauby Design.

Spielverhalten der Target Danny Lauby Steeldarts

Eine Vorstellung auf das Spielverhalten der Target Danny Lauby Steeldarts hatte ich anfangs absolut nicht. Schon beim Auspacken der Darts habe ich gleich gemerkt, dass diese Darts keine Gripmonster sind. Dies ist für mich persönlich aber nicht wirklich schlimm, da ich immer wieder gerne Darts mit weniger Grip spiele. Also ging es anfangs wieder daran, dass für mich passende Setup zu finden. Nach kurzem Probieren habe ich mich für den Rest meines Tests für 39,00 Millimeter lange Shafts und Dimple Flights in der Standardform entschieden.

Der Griff der Darts hat, je nach Tagesform, bei mir etwas variiert. An einigen Tagen habe ich die Darts mit Daumen und Zeigefinger an den hinteren Ringen der vorderen Gripzone gegriffen und habe den Mittelfinger zur Stabilisierung an der Front abgelegt. An den anderen Tagen habe ich mit Daumen und Zeigefinger an der Logofläche und dem Anfang der zweiten Gripzone gegriffen und habe den Mittelfinger zur Stabilisierung an der Front der ersten Gripfläche mit den Axialrillen abgelegt. Je nach Tagesform bin ich mit den Danny Lauby Steeldarts dann relativ gut zurecht gekommen, konnte aber über den ganzen Testzeitraum keine von mir erwartete und konstante Form spielen.

Das Steckverhalten der Darts hat mir gut zugesagt. Mit dem Heck in einem leichten Winkel nach oben zeigend, konnte ich teilweise sehr gut Gruppierungen erreichen. Dies ist auch deshalb möglich, weil die Darts keine starken Kanten haben, die zu großartigen Ablenkungen der ankommenden Darts führen könnten. Was mich teilweise recht geärgert hat, sind die glatten Spitzen die ab Werk verbaut sind. Hier hatte ich vor allem bei dem recht harten Target Aspar Board einige Bouncer bzw. Darts, die wieder aus dem Sisal raus gerutscht sind. Dies ist bei Steeldart besonders ärgerlich, da nur im Board steckende Darts Punkte zählen. Nach ca. zwei Wochen habe ich die Standardspitzen dann mit einem Schleifstein angeschliffen und hatte dadurch deutlich weniger Bouncer.

Der Verschleiß den ich bei den Target Danny Lauby Steeldarts festgestellt habe, ist sehr sehr gering. Wie weiter oben schon erwähnt, haben diese Darts kaum Kanten. Dadurch beschränken sich die Verschleißerscheinungen fast ausschließlich auf leichte optische Dellen die allerdings für mich nicht spürbar sind. Die anthrazitfarbene Beschichtung hat sich ebenfalls als sehr Widerstandsfähig heraus gestellt. Lediglich an der konischen Verjüngung am Heck der Barrels habe ich leichte Gebrauchsspuren entdeckt. Bilder vom Verschleiß findet ihr in der Galerie.

Der Balancepunkt, also der Punkt an dem die Barrels mit Spitzen aber ohne Shafts und Flights ausgewogen sind, habe ich bei ca. 23,70 Millimeter von der Spitze kommend ermittelt. Dadurch sind die Target Danny Lauby Steeldarts recht gut ausgewogen und lassen sich, je nach dem wo man die Barrels greift, front-, mittel- oder hecklastig spielen.

Persönliches Fazit zu den Danny Lauby Steeldarts

Ich persönlich hatte während meines Tests schon viel Spaß mit den Target Danny Lauby Steeldarts, auch wenn ich mir mehr bzw. ein besseres und konstanteres Spiel erhofft habe. Durch das lange, recht schmale Barrel und den fast durchgängigen Grip, sollten dieses Darts für eine Großzahl an Spielern interessant sein. Lediglich wenn man einen starken und ausgeprägten Grip sein Eigen nennen möchte, sind die Danny Lauby Darts nicht unbedingt als erste Wahl geeignet.

Target - Danny Lauby - Steeldart

9.3
Verarbeitung 9.5
Preis/Leistung 9.0
Haltbarkeit 10.0
Optik 9.0
Spaßfaktor 9.0

Positiv

  • Super Verarbeitung
  • Mehrfarbige Beschichtungen
  • Gutes Preis/Leistungsverhältnis

Negativ

  • Wenig Grip
  • Spitzen können aus dem Board rutschen

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