Winmau Blade 6 Triple Core Dartboard

Winmau – Blade 6 Triplecore Dartboard

In diesem Review möchten wir euch das neue Winmau Blade 6 Triple Core Dartboard vorstellen und unsere Testreihe der Blade 6 Boards somit zum Abschluss bringen. Das Triplecore zeichnet sich durch eine saubere Oberfläche, einem neuen Zahlenring und zusätzlich eingearbeitete Carbonfasern aus.

Qualität & Verarbeitung

Die Qualität unseres Winmau Blade 6 Triplecore Steeldartboards ist, wie nicht anderes zu erwarten, sehr gut. Im Vorfeld haben wir ein paar wenige Berichte von Spielern gelesen und gesehen, deren Boards wohl nicht super gewesen sein sollen. Wobei wir persönlich sagen müssen, dass wir in unserer ganzen Dartslaufbahn noch kein Board hatten, welches zu 100 Prozent perfekt war. Kleine Fehler z.B. im Sisal neben der Spinne sind keine Seltenheit und wird hier in diesem Review auch nicht als Makel gesehen.

Das Winmau Blade 6 Triplecore ist, wie schon das normale Blade 6 und das Dualcore, aus feinstem afrikanischen Sisal gefertigt, welches für eine hohe Qualität und eine lange Haltbarkeit steht. Wie schon beim Winmau Blade 6 Dualcore ist die Oberfläche des Boards komplett glatt und krampenfrei. Ebenfalls kommt das von Winmau patentierte Density Control System zum Einsatz. Bei diesem sind die Enden der Spinne, also des Drahtes der in das Board eingelassen ist, nur einseitig angeschrägt. Dies soll für weniger Kompression der Sisalfasern sorgen, vor allem in den Doppel und Triplefeldern und somit den Verschleiß mindern. Die Oberseite des Drahtes, also die Seite die sichtbar ist, steht minimal aus dem Sisal raus und hat, wie schon beim Blade 5, einen 60 Grad Winkel verarbeitet. Dadurch werden Bouncer deutlich reduziert und auf den Draht prallende Darts sehr gut in das Sisal abgeleitet.

Das besondere an dem Winmau Blade 6 Triplecore ist, wie der Name schon sagt, die dritte Schicht Sisal. Hier wurden zusätzlich zu den zwei schon von dem Dualcore bekannten Sisalschichten noch eine weitere Schicht verarbeitet. Diese besteht aus Kohlefaserverstärkten Sisal und soll so für eine noch bessere Haltbarkeit und ein noch besseres Spielerlebnis sorgen. Neu ist ebenfalls der Zahlenring des Blade 6 Triplecore. Dieser besteht aus einem lasergeschnittenen Metallzahlenring mit „digitalen“ Zahlen. Das beutet nicht, dass hier kleine Displays angebracht sind, welche die Zahlen anzeigen. Die „alten“ Zahlen, also die Zahlenringe die bei den meisten Dartboards verwendet werden, nennt man „analoge“ Zahlen und die, die beim neuen Triplecore oder auch bei dem Board welches bei der PDC gespielt wird, nennt man „digitale“ Zahlen. Dieser neue Zahlenring ist farblich in einem silbergrau gehalten, was sich unserer Meinung nach recht positiv auf die Optik und das Feeling am Board auswirkt. Dazu aber unten mehr. Was uns aufgefallen ist, ist dass der Zahlenring nicht ganz perfekt rund ist. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass der Ring nicht als Ring gelasert wird, sondern in geraden Stücken und dann zurechtgebogen und an der Stoßseite zusammen geschweißt wird. In einigen Berichten von anderen Spielern wurde dies als Manko gesehen, bzw. wurde sich teilweise wirklich stark darüber aufgeregt, was wir nur teilweise nachvollziehen können.

Natürlich ist bei dem neuen Winmau Blade 6 Triplecore wieder das bekannte Rota-Lock-System verbaut worden, womit sich das Board gegen Verdrehen an der Wand fixieren und auch an leicht krummen Wänden ausrichten lässt. Weiterhin im Lieferumfang enthalten sind eine Standard-Wandhalterung mit allen erforderlichen Schrauben. Diese Wandhalterung ist hier beim Triplecore farblich allerdings nicht silber, sondern in einem Karbongrau gehalten. Wie schon bei dem normalen Blade 6 und dem Dualcore ist auch bei diesem Board wieder eine Checkout-Karte und eine kurze Bedienungsanleitung beigepackt. Zusätzlich gibt es beim Triplecore noch die Spirit Master Wasserwaage von Winmau, welche wir schon aus dem Winmau Dartzone Upgrade Kit kennen, um das Board auch perfekt auszurichten.

Spielverhalten des Winmau Blade 6 Triple Core Steeldartboard

Bekanntlich heißt es ja immer: Das Beste kommt zum Schluss! Davon wollte ich mich natürlich auch selber überzeugen und bin voller Vorfreude an den Test des neuen Blade 6 Triplecore Boards gegangen. Schon beim Auspacken stieg die Vorfreude von Sekunde zu Sekunde. Die Optik der Oberfläche unterscheidet sich hier allerdings, bis auf den Siebdruck an den Seiten und dem neuen Zahlenring, erst einmal so gut wie nicht zu dem Dualcore. Die mit Carbonfolie beklebte und Seriennummer versehene Rückseite macht optisch ordentlich was her. Allerdings muss man auch dazu sagen, dass man die Rückseite normaler weise nur kurz beim Auspacken und maximal noch beim Drehen des Boards sieht. Die Oberfläche sieht, wie schon beim Blade 6 Dualcore sehr sauber und schön aus. Auch die Farben sind angenehm, weder zu grell noch zu schwach.

Kaum war die eigene Boardhalterung angebracht, ging es nach den Bildern auch sofort an meinen Test des Triplecore. Auch hier habe ich die Lautstärke des Boards gemessen. Diese lag im Schnitt bei ca. 72 dB, wie schon das Dualcore zuvor. Anfangs habe ich wieder so lange mit den gleichen 23 Gramm schweren Barrels mit CD Grip Points auf das Triple 20 Segment geworfen, bis ich auch hier wieder über 100 Treffer in dem Segment hatte. Das Ergebnis könnt ihr in der Galerie sehen. Meiner Meinung nach sah das Blade 6 Dualcore nach diesem Test etwas besser aus. Auch in Sachen Haltbarkeit nach etwas über zwei Wochen starken Bespielen des Boards ohne es zu drehen, konnte ich hier keinen eindeutigen Unterschied feststellen. Vielleicht ist das Triplecore auf einen deutlich längeren Zeitraum haltbarer. Um das aber festzustellen, müsste ich jedes Board auch deutlich Länger spielen um dies beurteilen zu können. Im Schnitt spiele ich die Boards und auch Darts bei meinen Tests so ca. 3 Wochen, um euch so einen ausführlichen und guten Einblick geben zu können, was die Haltbarkeit oder auch Schwachstellen angeht.

Was mir sehr gut am neuen Winmau Blade 6 Triplecore gefällt, ist der neue Zahlenring. Wie oben schon erwähnt, wurde dieser aus Metall gefräst und sieht durch die graue Farbe auch recht chic aus und ist während des Spiels kaum wahrnehmbar bzw. störend. Natürlich habe ich dieses Board mit dem neuen Zahlenring auch mit dem Scolia System getestet und hatte von Anfang an keine Probleme. Alles funktionierte sofort und auch Fehlerkennungen waren während meinem Test nur 3 Stück feststellbar. Bouncer hatte ich während des Tests nur 2 Stück. Die Spinne leitet die Darts wie schon beim Blade 5 sehr gut in das Sisal ab. Und auch beim Bulls Eye hatte ich nur einen Bouncer. Dies war beim Blade 5 dann doch deutlich öfter, da der Ring des Bulls Eye beim 5er noch deutlich dicker war.

Winmau Blade 6 Triple Core Dartboard

Persönliches Fazit zu dem Winmau Blade 6 Triple Core Dartboard

Alles in allem kann man sagen, dass das Blade 6 Triplecore ein sehr ordentliches Board ist. Durch den neuen Zahlenring macht es optisch nochmal etwas mehr her, als das Dualcore. Preislich liegt das Triplecore mit 92,95 Euro im HighEnd Segment. Sollte das Board aber doppelt so lange halten wie andere Boards, gleicht sich das auch wieder aus. Ich werde das Winmau Blade 6 Triplecore jetzt noch eine ganze Weile spielen, da es einfach viel Spaß und Freude bereitet.

Winmau - Blade 6 Triple Core Dartboard

9.8
Verarbeitung 10.0
Preis/Leistung 9.5
Haltbarkeit 10.0
Optik 9.5
Spaßfaktor 10.0

Positiv

  • Sehr gute Haltbarkeit
  • Krampenfreie Oberfläche
  • Super Qualität
  • Sehr schöner Zahlenring

Negativ

  • Hoher Preis
  • Keine beinfreie Spinne

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