Target Nexus Softdartboard

Target – Nexus – Softdartboard

In unserem heutigen Review möchten wir euch ein ganz spezielles Softdartboard vorstellen. Das Target Nexus Softdartboard, mit dem man auch online gegen andere Nexus-Besitzer spielen kann.

Qualität & Verarbeitung

Die Qualität des Target Nexus Softdartboard hat uns begeistert. Das Dartboard ist in jeder Hinsicht gut verarbeitet. Aber fangen wir mal mit der Optik an. Vom Farblichen her ist das Nexus an die Farben eines Steeldartboards gehalten. Nur Halbbull ist rot statt grün und Bull’s Eye ist schwarz statt rot. Der Surround ist in schwarz und mit weißen, deutlich lesbaren Zahlen versehen. Die Breite des Surrounds ist komplett ca. 61 Millimeter, von denen ca. 41 Millimeter mit rechteckigen Löchern zur Aufnahme von vorbei geworfenen Darts ausgestattet sind. An der breitesten Stelle misst das Nexus ca. 52,5 cm, in der Höhe ca. 71 cm und in der Tiefe 5,2 cm. Was uns sofort beim Auspacken aufgefallen ist, sind die Doppel-, Trippel- und Bullfelder. Beim Target Nexus ist das alles größer als wir bisher gewohnt waren. Die Doppel- und Trippelfelder sind 5-Loch Felder und auch das Bull ist größer. Dies kommt davon, dass das Nexus auf den internationalen Markt abgestimmt ist. Vor allem in den USA und dem asiatischen Markt wird Softdart auf diesen sogenannten Bullshooter-Boards gespielt. Eine weitere gewöhnungsbedürftige Sache ist, dass das Halb- sowie das Bull’s Eye hier standardmäßig 50 Punkte zählt. Dies kann man zumindest in den Einstellungen für die X01 Offline-Spiele auf 25/50 Punkte ändern.

Das Target Nexus Softdartboard besteht aber aus noch mehr. Unterhalb des Boards ist eine integrierte Webcam verbaut, mit der man beim Onlinespielen vom Gegner gesehen wird. Unter der Webcam ist ein 7 Zoll großer Touchscreen verbaut. Auf diesem Bildschirm werden alle Einstellungen vorgenommen, alle Spiele ausgewählt, alle wichtigen Spielinfos und die Gegenspieler angezeigt. Als Betriebssystem ist auf diesem Touchscreen, oder auch Tablet, Android installiert. Somit sind wir schon gespannt, wann die ersten Updates kommen und was diese mit sich bringen werden. Weiterhin sind noch ein Mikrofon und ein Lautsprecher verbaut, mit deren Hilfe man auch mit seinem Gegner sprechen und ihn hören kann. Der rote Drücker auf der rechten Vorderseite dient im Spiel zum Spielerwechsel. Da das Nexus keine automatische Umschaltung wie z. B. ein Löwen-Dartautomat hat, muss dieser Knopf nach den Würfen gedrückt werden, damit der Gegner an die Reihe kommt. Die Umschaltung dauert hierbei ein paar Sekunden und auf dem Display erscheint „entferne Darts“. So hat man Zeit genug, seine Darts aus der Scheibe zu ziehen bis der Gegner dran kommt. Auf der rechten Außenseite des Target Nexus Softdartboard ist noch ein kleiner roter Druckknopf. Mit diesem wird das Nexus Ein- und Ausgeschaltet. Unter dem Ein-/Ausschalter befindet sich der Stromanschluss. Hierfür wird ein USB-Netzteil mitgeliefert, welches mit verschiedenen Adaptern für das Ausland ausgestattet ist. Das USB-Kabel aus dem Lieferumfang ist ca. 2 Meter lang und sollte somit bis zur nächsten Steckdose reichen.

Und für den Fall eines Stromausfalles ist in dem Target Nexus sogar ein Akku verbaut, welcher laut Target 1-2 Stunden halten soll. Im Display des integrierten Tablets wird oben in der Statusleiste der Akkustand in Prozent mit angezeigt. So ist man stets auf dem Laufenden wie lange man noch ohne Stromversorgung spielen kann. In unserem Test haben wir das Nexus einfach mal angeschaltet und nicht drauf gespielt um zu sehen wie schnell sich der Akku bei Stillstand des Gerätes entlädt. Anfangs war ich etwas erschrocken. Die ersten ca. 20 Prozent waren relativ schnell weg. Danach ging die Prozentanzeige langsamer nach unten. Somit sind die von Target angegebenen 1-2 Stunden schon realistisch. Die Qualität des Touchscreens ist akzeptabel, sowohl beim Einzelspiel als auch gegen Spieler aus dem Rest der Welt online. Man kann seinen Gegner gut erkennen und kann auch seine Reaktionen beim Spiel sehen.

Die Verarbeitung der Segmente des Target Nexus Softdartboards ist ebenfalls sehr gut. Die Segmente fühlen sich sehr hochwertig an und wackeln nicht großartig im Board herum, sondern sitzen relativ fest. Somit entsteht auch kein störendes Klappern beim Spielen. Die Fehlwurferkennung des Nexus könnte unserer Meinung nach besser sein. Wir hatten in unserem Test öfter Darts dabei, die zwar in den Segmenten steckten, jedoch als Miss angezeigt wurde. Dies war größtenteils, wenn der Dart von der Spinne abgelenkt wurde und dann ins Segment gerutscht ist. Besonders aufgefallen ist dies mit den 18 Gramm Darts mit denen wir getestet haben. Bei ca. 20 – 21 Gramm war dieses Problem so gut wie nicht vorhanden. Da wir in den Unterlagen und auf dem Karton keine Angabe über die maximale Grammzahl der zu verwendenden Darts gefunden haben, haben wir einfach eine Email mit dieser Frage an Target geschickt. Am nächsten Tag war dann auch schon die Antwort da. Target gibt das Maximalgewicht von 21 Gramm an. Wobei das Target Nexus Softdartboard mit dieser Verarbeitung bestimmt auch ein oder zwei Gramm mehr ohne Probleme verträgt.

Auf dem Startbildschirm kann man folgende Spiele auswählen:

  1. 01 Spiele –> 301, 501, 701 und 901 –> hier kann man in den Einstellungen noch verschiedene Sachen verändern, wie z.B. In, Out, Rundenanzahl und wie das Bull aufgeteilt sein soll. Die Spiele kann man als Einzelspiele oder im Doppel mit einem Teamkollegen spielen.
  2. Cricket –> Standard Cricket oder Cut Throat –> hier kann man lediglich die Rundenzahl in den Einstellungen verändern. Auch Cricket kann man wieder als Einzel- oder als Teamspiel wählen.
  3. High Score –> Count Up oder Timing –> bei Count Up werden die geworfenen Punkte aus den eingestellten Rundenzahlen addiert und bei Timing hat man 60 Sekunden, 100 Sekunden oder 200 Sekunden Zeit, so viel Punkte wie möglich zu werfen.
  4. Spiele –> Halbieren –> das gleiche Spiel wie Split Score auf einem Löwen Dartautomat. Hier muss man die im Display angezeigte Zahl treffen. Schafft man das nicht, werden die Punkte die man hat halbiert.
  5. Spiel –> 3 Leg, 5 Leg oder 7 Leg –> hier kann man sich die einzelnen Legs aus verschiedenen Spielen zusammenstellen. Z.B. bei einem 3 Leg Spiel das erste Leg 501, das zweite Leg Cricket und das dritte Leg 701. Je nach Belieben wie es einem gefällt.
  6. Online –> 501, 501 Double Out, 701, 701 Master Out oder Standard Cricket

Beim Onlinespiel ist das Single Bull sowie das Bull’s Eye 50 Punkte wert. Hier lässt sich das nicht in den Einstellungen ändern. Wie schon weiter oben beschrieben ist dies dem internationalen Markt zu schulden. Wer, wie wir, in Deutschland auf Löwendartautomaten spielt, muss sich daran erst gewöhnen. Allerdings haben wir doch relativ schnell gefallen an dem Target Nexus Softdartboard gefunden und ein paar Spiele Online gegen andere Spieler gespielt.

Um Online spielen zu können, muss man sich im Google Play Store oder im App Store von Apple die Nexus App runter laden und sich mit der im Lieferumfang enthaltenen Target Nexus Registrierungskarte registrieren. Dies ist aber nur für Online Spiele nötig.

Des Weiteren im Lieferumfang enthalten sind zwei Sätze Softdarts mit Ersatzspitzen, eine Target Abwurflinie, Schrauben und Dübel sowie einer Bohrschablone aus Papier, auf die eine kleine Wasserwaage geklebt wird. Mit dieser Schablone lässt sich das Target Nexus Softdartboard relativ einfach an die Wand montieren. Ebenfalls enthalten ist noch eine Bedienungsanleitung in diversen Sprachen.

Target Nexus Softdartboard

Praxistest

Die Montage des Target Nexus Softdartboard ist Dank der mitgelieferten Schablone recht einfach. Die Wasserwaage gerade auf das zugewiesene Feld der Schablone kleben, die Markierung des Bull’s Eye auf der Schablone auf 1,73 Meter halten und dann die zu bohrenden Löcher anzeichnen. Löcher bohren, Dübel und Schrauben rein und das Board aufhängen. Schon kann es losgehen. Nach dem Einschalten haben wir sofort eine WiFi-Verbindung hergestellt. Dies geht auch ganz einfach. Im Startbildschirm auf Einstellungen, dann auf WiFi und sein WiFi-Passwort eingeben. Ist das erledigt, sollte man in den Einstellungen noch einmal überprüfen, ob es Updates für das Nexus gibt.

Die ersten Offlinespiele waren anfangs durch die großen Doppel- und Trippelfelder doch gewöhnungsbedüftig. Ich kam mir vor wie Phil Taylor, Gary Anderson oder Michael Van Gerwen. Eine Trippel 20 nach der Anderen. Das passiert mir bei einem Löwendartautomat natürlich nicht so oft. Hier sind die Felder auch nur 2 Loch groß. Diesbezüglich wusste ich auch nicht ob mir das Nexus nun gefällt oder nicht. Nach etwas längerem Testen und auch nach den ersten Onlinespielen kam aber der Spaß immer mehr auf. Man kann Online gegen andere, reale Menschen spielen. Dies macht dann doch schon wirklich Spaß. Wer allerdings in einer Softdartliga Dart spielt, sollte das Target Nexus Softdartboard nicht als Trainingsboard nutzen. Anhand der größeren Felder kann in einem Ligaspiel auf einem 2 Loch Automaten dann doch schnell Frust aufkommen. Nichts desto trotz werden wir das Nexus noch ein bisschen testen und sind auf eventuelle Updates gespannt. Was wir vermisst haben, ist ein KI-Gegner. So das man quasi gegen den Computer spielt. Dies gibt es bei einigen Dart-Trainings-Apps schon seit längerem. Aber wir denken so etwas wird Target bestimmt angehen und eventuell auch Stück für Stück noch das ein oder andere Spiel bei Updates auf das Nexus bügeln.

Alle Trippelfelder, von Trippel 1 bis Trippel 20, sowie die Bull-Felder werden beim Treffen mit diversen Sounds untermalt. Trifft man mit seinen Darts 100 Punkte oder mehr wird im Display eine Grafik angezeigt und das ganze ebenfalls Soundtechnisch wiedergegeben. Dies ist auch beim Onlinespiel gegen Gegner der Fall. Ebenso wenn der Gegner einen Score über 100 Punkte erreicht usw.

Die Nexus App zeigt einem verschiedene Infos über z. B. seine PPD, Point per Dart, im Durchschnitt und von den einzelnen Spielen. Hier kann man die letzten 30 Tage auswählen oder sich die letzten 30 Spiele ansehen. Im Allgemeinen bietet die App sehr interessante Statistiken die man sich in aller Ruhe nach seinen Spielen noch einmal genauer ansehen und seinen Fortschritt bewerten kann. Ebenfalls enthalten ist eine Rangliste, die an Hand des PPD für die 01 Spiele und des MPR für Cricket geführt wird. Die Rangliste kann für den aktuellen Tag, den letzten Tag, die aktuelle Woche oder den aktuellen Monat angezeigt werden und wird ständig auf dem aktuellen Stand gehalten.

Wir sind gespannt ob Target auch weitere Updates für die Nexus App bringt und eventuell noch ein paar Daten mehr mit einpflegt.

Target Nexus Softdartboard

Persönliches Fazit

Anfangs war ich etwas skeptisch wegen dem großen Bull’s Eye und den 5 Loch Tripple- und Doppelfelder. Aber schon nach relativ kurzer Testzeit auf dem Target Nexus Softdartboard, hat das Spielen dann doch immer mehr Spaß gemacht. Vor allem die Online-Funktion und das dies alles selbsterklärend ist. Das Board zielt definitiv auf den internationalen Markt und könnte es im deutschen Raum, in dem auf 2-Loch Automaten gespielt wird, etwas schwer haben. Ich hätte mir hier eine 2-Loch Variante gewünscht um einfach mit dem Target Nexus Softdartboard auch für Ligaspiele effektiv trainieren zu können. Ansonsten macht das Nexus richtig viel Spaß und ist klasse verarbeitet. Das Potential des Target Nexus Softdartboard ist in unseren Augen noch lange nicht ausgeschöpft und steht eher noch am Anfang von etwas Großem.

Wer gerne Online gegen Spieler aus aller Welt spielen und dabei ein qualitativ Hochwertiges Softdartboard haben möchte, ist mit dem Target Nexus Softdartboard bestens bedient. Der Preis hierfür liegt bei 379,95 Euro und ist in unseren Augen für dieses System gerechtfertigt. Man bekommt nicht nur ein Softdartboard, sondern ein Komplettsystem mit Kamera, Lautsprecher, Tablet, WiFi-Verbindung und dem Dartboard. Man braucht somit keine weiteren Komponenten. Des weiteren ist auch Bluetooth im Target Nexus Softdartboard verbaut, was auf kommende Erweiterungen, z. B. externe Tastatur oder Headset, schließen lässt.

Target - Nexus - Softdartboard

9.3
Verarbeitung 9.5
Preis/Leistung 9.0
Haltbarkeit 9.5
Optik 9.5
Spaßfaktor 9.0

Positiv

  • Super Verarbeitung
  • Super Qualität
  • Für internationalen Markt ausgelegt
  • Komplettpaket
  • Umfangreiches Zubehör

Negativ

  • 5 Loch Dartboard

7 Kommentare zu „Target – Nexus – Softdartboard“

  1. Hallo, ich habe heute das Dartboard erstmalig in Betrieb genommen und auch die ersten Onlinespiele
    gemacht. Alles gut, nur das Mikrofon funktioniert nicht. Hat da einer einen Tipp für mich?
    Gruß Hotte

  2. Hallo, hab mir auch dieses Bord gekauft und möchte gern unsere Truppe ( 4 Spieler) mit Bild und Namen im Bord eintragen. Hat nur bei mir funktioniert. Die Jungs haben sich auch die App runtergeladen und sich angemeldet. Können sich aber am Bord mit Ihrem Namen(Konto) und Passwort nicht anmelden. Kommt immer die Meldung Name oder Passwort falsch.
    Was mach ich nicht richtig ?
    Hilfe !!!

    Gruß
    Detlef

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